Entgeltordnung durchsetzen & mehr Gehalt

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Bundestarifkommission der GEW diskutiert Forderungen für die Tarifrunde 2011
Entgeltordnung durchsetzen und mehr Gehalt für alle Tarifbeschäftigten!

Nach intensiver Diskussion zu den Forderungen und der Streikbereitschaft in allen Bundesländern hat die Bundestarifkommission am 6. Dezember in Frankfurt die Forderungen für die Tarifrunde zum Tarifvertrag der Länder 2011 diskutiert. Im Zentrum steht dabei das Ziel, eine tarifliche Entgeltordnung durchzusetzen, die auch die Lehrkräfte umfasst. Außerdem sollen die Jahressonderzahlungen in den neuen Bundesländern auf Westniveau angeglichen werden.

Diese Forderungen werden nun in gemeinsame Beratungen mit ver.di eingebracht. Dabei wird die genaue Höhe der Gehaltsforderung festgelegt.

Frankurt, 6. Dezember 2010

Ilse Schaad, Peter Jonas, Oliver Brüchert

GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 7.12.2010

Schwierige Verhandlungen

Die TdL (Tarifgemeinschaft der Länder) bricht die Tarifverhandlungen ab und auch Bund und VKA (Verband Kommunaler Arbeitgeber) verweigern sich: http://www.gew.de/Schwierige_Verhandlungsphase_mit_allen_oeffentlichen_Arbeitgebern.html

Geschrieben von: admin am 19.11.2010

Eingruppierung von Lehrkräften

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Verhandlungen um den ersten Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte bleiben schwierig

In den am 14.10. in Berlin fortgesetzten Tarifverhandlungen um einen Eingruppierungstarifvertrag für angestellte Lehrkräfte der Länder zeigte sich, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften noch weit voneinander entfernt sind. Beide Seiten sahen immer noch hohen Klärungsbedarf sowohl in Bezug auf die konkreten tariflichen Umsetzungen als auch die inhaltliche Gestaltung.

Nun soll eine gemeinsame Sondierungskommission die Verhandlungen weiterführen mit dem Ziel, bis zum Beginn der Tarifrunde einigungsfähige Ergebnisse zu entwickeln.

Die Sondierungskommission besteht aus jeweils fünf Personen auf jeder Seite. Die Verhandlungsführung hat Sabine Gerold, Landesvorsitzende der GEW Sachsen. Weitere Mitglieder der GEW sind Doro Schäfer, amtierende Vorsitzende der GEW NRW, und Peter Jonas, Tarifreferent des Vorstandsbereiches Tarif- und Beamtenrecht beim Hauptvorstand. Mit dabei sind zwei Vertreter der dbb Tarifunion.

Die erste Sitzung der Sondierungskommission findet am 4.11., die nächste am  22.11. statt. Diese Verhandlungen werden von der Verhandlungskommission der GEW begleitet.

Am Ende der heutigen Verhandlung waren sich die Mitglieder der Verhandlungskommission einig, dass die Durchsetzung eines Entgelttarifvertrages sehr schwer werden wird. Freiwillig werden die Arbeitgeber der Lehrkräfte in den Ländern die komfortable Position nicht räumen.

Eine Einigung – so haben dies angesichts der zeitlichen Abläufe auch die Mitglieder der Verhandlungskommission gesehen – wird erst im Rahmen der Tarifrunde 2011 möglich sein.

Dazu allerdings bedarf es einer breiten Mobilisierung der Mitglieder und auch der Gewinnung neuer Mitglieder.

Berlin, 14. Oktober 2010

Ilse Schaad

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 15.10.2010

Kommt eine Einigung?

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Silberstreif am Horizont
Einigung zur allgemeinen Entgeltordnung mit den Ländern in Sicht

Am 4. und 5. Oktober 2010 haben die Gewerkschaften ver.di, GEW und die dbb-tarifunion die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über die allgemeine Entgeltordnung zum TV-L nach einer rund achtmonatigen Unterbrechung fortgesetzt. Das betrifft jedoch nicht die Lehrkräfte, für die die Verhandlungen am 14. Oktober fortgesetzt werden.

Die heutigen Verhandlungen verliefen konstruktiv. Bei einer Reihe von wichtigen Fragen deutet sich eine Einigung an. Das betrifft unter anderem
- die Vereinheitlichung der bisherigen Tätigkeitsmerkmale für Arbeiterinnen/Arbeiter und Angestellte;
- die Eingruppierung in die früheren Aufstiegsgruppen bei den „kurzen Aufstiegen“ in den Entgeltgruppen 2 bis 8.

Von besonderer Bedeutung für die GEW ist, dass die Entgeltgruppe 7 nun nicht mehr, wie von den Arbeitgebern mal gefordert, für die Aufstiege aus der Entgeltgruppe 6 (früher Vergütungsgruppe VI b) geöffnet wird. Das ist wichtig für den Sozial- und Erziehungsdienst, weil nun Erzieherinnen nicht wie ursprünglich von der TdL angestrebt in die Entgeltgruppe 7 eingruppiert werden sollen, sondern in die Entgeltgruppe 8.

Trotzdem bleibt noch viel zu tun. Als nächster Schritt ist verabredet, dass die konkreten Zuordnungen von Tätigkeiten zu den Entgeltgruppen an den heutigen Verhandlungsstand angepasst werden und die eingesetzten Arbeitsgruppen bereichsbezogene Überprüfungen in der ersten Novemberhälfte vornehmen.

Die Verhandlungen werden am 29. Oktober, 15./16.  November und 29./30. November 2010 fortgesetzt.

Berlin, den 5. Oktober 2010

Ilse Schaad
Peter Jonas
Daniel Merbitz

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 5.10.2010

Tarif aktuell

heißt die Seite der GEW bund, die aktuell über laufende und abgeschlossenen Tarifrunden informiert: http://www.gew.de/Tarifbewegung_aktuell.html

Geschrieben von: admin am 20.07.2010

Weiterhin sehr zögerlich

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Weiterhin sehr zögerlich

Am 1. Juli 2010 fand in Berlin eine weitere Gesprächsrunde zwischen den Gewerkschaften ver.di, GEW, dbb tarifunion und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur neuen Entgeltordnung TV-L statt.

TdL zeigt bei grundsätzlichen Fragen keine Bewegung

Im Zusammenhang mit den Verhandlungen zum TV-Länder 2006 war klar, dass der Wegfall der Aufstiege nicht zu einer Senkung des materiellen Niveaus des TV-L gegenüber dem bisherigen Tarifrecht führen darf. Davon will die TdL heute nichts mehr wissen. Als “no go” erklärte die TdL die Forderung der Gewerkschaften nach Vereinheitlichung der Regelungen für Arbeiter und Angestellte. Die nicht mehr gerechtfertigte unterschiedliche Behandlung der beiden Gruppen, die es im Mantelrecht überhaupt nicht mehr gibt, soll – so die TdL – fortgesetzt werden.
Kein Einlenken gibt es auch im Hinblick auf die Forderung der Gewerkschaften, durch allgemeine Tätigkeitsmerkmale eine Auffangfunktion für Regelungslücken bei den Tätigkeitsmerkmalen der besonderen Teile zu schaffen.
Trotz des sehr konfliktgeladenen Gesprächs haben beide Seiten verabredet, dass die Verhandlungen zu einer allgemeinen Entgeltordnung zum TV-Länder am 4./5. Oktober fortgesetzt werden.

Eingruppierung Lehrkräfte

Die von der TdL zugesicherten Gespräche auf Arbeitsebene zur Vorbereitung der nächsten Verhandlungen im Oktober finden aus Urlaubs- und Überlastungsgründen auf Seiten der TdL nicht statt. Mitte Oktober wird es dann die nächste Verhandlungsrunde zu L-EGO stattfinden.

Tarifrunde 2011 nach der Sommerpause intensiv vorbereiten

Am 13. September wird die Bundestarifkommission der GEW die ab Herbst beginnende Mobilisierung für die Tarifrunde 2011, die sich stark auf die Frage der Entgeltordnung konzentrieren muss, diskutieren. Nach der Sommerpause sollen in Konferenzen in den GEW-Landesverbänden die GEW-Mitglieder, Vertrauensleute und Personalratsmitglieder intensiv diskutieren, ob sie in der Tarifrunde 2011 bereit sind, für die Forderungen der GEW zu einem erstmaligen Abschluss einer Entgeltordnung für Lehrkräfte auf die Straße zu gehen und einen ggf. längeren Arbeitskampf zu führen. Eines muss allen klar sein:

Ohne massivsten Druck seitens der Beschäftigten und der GEW wird sich die TdL bei der Lehrkräfteeingruppierung nicht bewegen.

Berlin, den 5. Juli 2010

Ilse Schaad
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 7.07.2010

Sommerpause ist keine Denkpause

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Sommerpause ist keine Denkpause

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Leserinnen und Leser des Tariftelegramms,

wir haben ein tarifpolitisch ereignisreiches Schuljahr hinter uns. Diese Woche beginnen für die ersten Lehrerinnen und Lehrer die Sommerferien. Dies will ich zum Anlass nehmen, allen zu danken, die sich an den Streiks und Protestaktionen im Mai beteiligt haben.

Wir waren nicht genug, meinten die Arbeitgeber. Davon lassen wir nicht entmutigen – im Gegenteil. Jede/r, der dieses Tariftelegramm bekommt, kann am Ende des Schuljahres oder am Anfang des nächsten eine/n noch nicht organisierten Kollegen/in ansprechen und für die GEW werben. In der nächsten Nummer der “Erziehung und Wissenschaft” sind wieder in der Mitte Werbeflugblätter „Auf ein Wort…“ zum Heraustrennen eingeheftet. Nutzt diese zur Mitgliederwerbung. Wir müssen einfach mehr werden – in der GEW und auf der Straße.

Zugleich will ich einen Ausblick auf das kommende Schuljahr geben. Es wird in allen Landesverbänden mit intensiven Diskussionen in allen GEW-Gliederungen beginnen müssen. Wie können wir den Druck auf die Arbeitgeber verstärken, um in den L-EGO – Verhandlungen weiterzukommen? Was fordern wir für die Tarifrunde 2011 mit den Ländern? Und wie verhält sich das eine zum anderen?

Ich wünsche mir, dass es den Betroffenen –angestellten Lehrkräften an Schulen und Hochschulen – noch stärker als bisher gelingt, die gesamte GEW auf diesem Weg mitzunehmen. Dazu kann jede/r vor Ort einen Beitrag leisten.

Zunächst aber wünsche ich euch und Ihnen erholsame Ferientage, auf dass wir nach den Ferien gestärkt und mit voller Kraft weiter dicke Bretter bohren können!

Eure / Ihre

Ilse Schaad

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Hauptvorstand
Reifenberger Straße 21
60489 Frankfurt/Main
Tel.: 069 / 789 73 – 0

Geschrieben von: admin am 25.06.2010