“Nicht aussitzen”

war das Motto der bayerischen GEW im Rahmen der Aktions- und Streikwoche 3. bis 6. Mai 2010. Hier ein Rückblick auf die Aktion am 6. Mai vor dem Kultusministerium in München: http://www.gew-bayern.de/index.php?id=296&tx_ttnews[tt_news]=708&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=f4ecc817013f31413b18e62626743ccf

Geschrieben von: admin am 7.05.2010

Erfolgreich war die Warnstreik- und Aktionswoche vom 3. bis zum 6. Mai

TARIFTELEGRAMM LÄNDER +++++++++ TARIFTELEGRAMM LÄNDER ++++++++++ TARIFTELEGRAMM LÄNDER

7. Mai 2010

Erfolgreiche Streikwoche

In dieser Woche haben sich 6.500 GEW-Mitglieder in NRW, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Bayern und in Bremen an Warnstreiks und an Protestaktionen beteiligt. Das ist ein gutes Ergebnis!
Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich beteiligt haben.
Die Aktionen waren sehr vielfältig und witzig. Sie sind im Internet auf unseren Aktionsseiten dokumentiert:

http://www.gew.de/Aktionen_3.html

Auf youtube steht auch ein Videobeitrag über die Streikaktionen in Düsseldorf und Duisburg:

www.youtube.com/watch?v=SYC0TYXIYvI

Das Presseecho war überwältigend. Auch in den Kommentaren wurden die Forderungen der GEW als berechtigt bezeichnet.
Das zeigt, dass wir öffentlich auch nur dann Beachtung finden, wenn wir – wie andere Beschäftigte auch – unsere Interessen auch mit Streiks durchsetzen.

In der kommenden Verhandlungsrunde am 27. und am 28. Mai werden wir sehen, ob die Arbeitgeber das Signal verstanden haben. Wir werden wie immer direkt aus den Verhandlungen mit dem Tariftelegramm berichten.

Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass diese ersten Aktionen noch nicht ausgereicht haben und wir uns auf weitere Aktionen vorbereiten müssen.
Dafür kommt erst die Zeit nach der Sommerpause in Frage, weil schon im Juni in den ersten Ländern die Sommerferien beginnen, Abschlussprüfungen und Klassenreisen unsere Handlungsfähigkeit zusätzlich einschränken. Umso besser muss schon jetzt die Vorbereitung auf weitere Aktionen nach der Sommerpause laufen.

Dazu kann jede/jeder beitragen.
Alle, die sich in dieser Woche beteiligt haben, bringen zur nächsten Streikaktion eine Kollegin/einen Kollegen mit, die/der dann auch streikt!

Ilse Schaad
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 7.05.2010

Angestellte Lehrkräfte

Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++

80.000 Unterschriften an Finanzminister Möllring übergeben

In vielen GEW-Landesverbänden sind in den letzten Monaten Unterschriften für eine bessere und gleiche Bezahlung angestellter Lehrkräfte gesammelt worden, teilweise gemeinsam mit dem VBE und anderen Lehrerverbänden aus der dbb Tarifunion. Mehrere GEW-Landesverbände haben ihre Unterschriften auch schon an ihre Landesregierungen übergeben. Heute fand in Hannover eine gemeinsame Übergabe an den Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) Hartmut Möllring (CDU) statt. Mit dabei waren neben dem GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne und der GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad zehn weitere GEW-Landesvorsitzende sowie eine kleine GEW-Delegation aus Niedersachsen und mehrere Vertreter der dbb-Tarifunion.

Die GEW forderte den TdL-Vorsitzenden auf, sich bei seinen Finanzministerkollegen für den schnellen Abschluss eines Tarifvertrages einzusetzen. „Die Bundesrepublik steuert auf einen massiven Lehrermangel zu. Gute Lehrkräfte wachsen nicht auf den Bäumen, wir müssen sie mit attraktiven Arbeitsbedingungen für den Beruf gewinnen. Dazu gehört nicht zuletzt ein angemessenes Einkommen“, sagte Ulrich Thöne während der Übergabe. „Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit: Angestellte Lehrkräfte z.B. in den Grundschulen sind es leid, nach dem Motto ‚kleine Kinder, kleines Gehalt – größere Kinder, größeres Gehalt’ schlechter bezahlt zu werden als andere Lehrkräfte“, unterstrich Thöne mit Blick auf den Equal Pay Day am Freitag „Deutschland hat in Europa die rote Laterne in der Frage der schlechteren Bezahlung von weiblichen Beschäftigten gegenüber ihren männlichen Kollegen.“ Thöne wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ca. 90 Prozent der Lehrkräfte an Grundschulen Frauen seien. Er mahnte Möllring: „Werben Sie bei Ihren TdL-Kollegen für ein klares Signal zur Einigung bei den zurzeit laufenden Verhandlungen über eine Entgeltordnung für Lehrkräfte“.

„Lehrerinnen und Lehrer dürfen gegenüber anderen Akademikern im öffentlichen Dienst der Länder nicht länger benachteiligt werden. Es ist vollkommen inakzeptabel, dass Lehrkräfte bis zu zwei Gehaltsstufen weniger verdienen als andere Beschäftigte mit wissenschaftlichem Hochschulabschluss. Es geht hier nicht um Peanuts, sondern um ca. 500 Euro im Monat“, sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad gegenüber Möllring. Sie verlangte von den Arbeitgebern, bei der nächsten Verhandlungsrunde endlich Farbe zu bekennen. „Die Gewerkschaften wollen eine tarifliche Lösung für alle 200.000 angestellten Lehrkräfte. Ausbildung und Tätigkeit müssen die entscheidenden Kriterien für die Eingruppierung sein.“ Zudem stehe auf der Tagesordnung, die Gehälter der Lehrkräfte in den östlichen Bundesländern an die in den westlichen anzugleichen. „Es ist viel Druck im Kessel, der Ärger bei den Lehrkräften ist groß: In nur vier Tagen hat der GEW-Landesverband Sachsen über 6.500 Unterschriften gesammelt“, betonte Schaad. Sie kündigte an, dass bei der nächsten Verhandlungsrunde deutliche Schritte der Arbeitgeber erkennbar sein müssten. Sonst würden die Gewerkschaften über öffentlichkeitswirksame Aktionen bis hin zu Streiks nachdenken.

26. März 2010
Ilse Schaad

Geschrieben von: admin am 26.03.2010

Länder-Entgeltordnung

Klare Aussagen fordert die GEW von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ein, damit sinnvoll verhandelt werden kann. Bleiben diese aus, wird die GEW zu Warnstreiks aufrufen.

Die Einzelheiten: http://www.gew.de/Laender-Entgeltordnung_GEW_fordert_endlich_Klarheit.html

Geschrieben von: admin am 24.03.2010

Länder-Tariftelegramm 18. Februar 2010

Zähe Verhandlungen am 17./18. Februar:
Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) spielt auf Zeit und mauert in entscheidenden Punkten

Am 17./18. Februar 2010 wurde in Berlin die dritte Verhandlungsrunde zur Tarifierung der Eingruppierung von Lehrkräften fortgesetzt. Schwerpunkt waren die möglichen Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf das zu verhandelnde tarifliche Eingruppierungsrecht für Lehrkräfte der Länder. An der Verhandlung nahmen die GEW und die dbb tarifunion auf Gewerkschaftsseite und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf Arbeitgeberseite teil.

Die GEW geht davon aus, eine Entgeltordnung für Lehrkräfte zu schaffen, die europarechts- und bolognakonform sowie diskriminierungsfrei ist. Mit den Abschlüssen der Bachelor-, Master- und Doktoratsebene werden Kompetenzen und Fertigkeiten der jeweiligen Ebene bescheinigt. Deshalb lassen sich bei den konsekutiven Masterabschlüssen auch keine unterschiedlichen Eingruppierungen mehr rechtfertigen.

Die Arbeitgeber hingegen betonten, dass es für sie keine zwingenden Vorgaben aus dem Bolognaprozess gebe, die die Tarifvertragsparteien binden.

Die TdL hat in den Verhandlungen mehrfach hervorgehoben, dass die Tarifeinigung vom 1. März 2009 zwar zu Verhandlungen über eine Entgeltordnung verpflichte, nicht jedoch zu einem Abschluss. Sie könnten daher die Verhandlungen auch abbrechen, wenn die Gewerkschaften Druck ausüben und darauf bestehen würden, dass die TdL sich zu den aus Sicht der Gewerkschaften zentralen Punkten erklärt.

Zentrale Punkte der GEW
Die GEW fordert für Lehrkräfte mit Referendariat die Entgeltgruppe (EG) 14. Ausgangspunkt ist dabei die Eckeingruppierung EG 13 für konsekutive Masterabschlüsse. Dazu sind die Arbeitgeber bisher nicht bereit. Weitere zentrale Punkte der GEW sind die schulformunabhängige Eingruppierung aller Lehrerinnen und Lehrer und eine tarifliche Vollregelung, die nicht mehr – wie jetzt – auf die entsprechende Eingruppierung der Beamtinnen und Beamten verweist.

Die GEW ist enttäuscht, dass die TdL zu diesen wichtigen Fragen noch immer nicht sprechfähig ist. Statt diesen Prozess tarifautonom zu gestalten, will sie auf die Umsetzung des Bolognaprozesses in den Ländern warten, wozu aus ihrer Sicht auch die entsprechenden Auswirkungen im Beamtenbereich gehören.
Die Verhandlungen werden am 15./16. März fortgesetzt. Weitere Termine sind für den 28. April sowie den 27. und 28. Mai vereinbart.
Nach nunmehr drei Verhandlungsrunden wird immer deutlicher, dass die Verhandlungen in einer Endlosschleife zu versacken drohen. Deshalb bleibt die GEW dabei, sowohl verhandlungs- als auch aktionsbereit zu sein.

Berlin, den 18. Februar 2010

Ilse Schaad / Sabine Gerold / Andreas Meyer-Lauber / Peter Jonas

Geschrieben von: admin am 23.02.2010

 zurück 1 2 3 weiter