Tarifrunde 2011 ohne L-EGO beendet

Das ist das Ergebnis der Tarifeinigung mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) in der Tarifrunde 2011:http://www.gew-tarifrunde.de/Tarifrunde_ohne_L-ego_beendet.html. Nun stimmen die Mitglieder darüber ab. Die Gremien der GEW haben bereits zugestimmt.

Hier der GEW-Mitglieder-Blog zur Länder-Entgeltordnung (L-EGO): http://gew.blogsport.de/

Geschrieben von: admin am 14.03.2011

Arbeitgeber weiterhin stur

Tariftelegramm+++Tariftelegramm+++Tariftelegramm+++Tariftelegramm+++

Arbeitgeber stellen sich stur – jetzt heißt es kämpfen!

In den Verhandlungen zur Länder-Tarifrunde am 24./25. Februar stellten sich die Arbeitgeber hinsichtlich der Lehrkräfte-Eingruppierung weiter stur. Die GEW hatte konkrete Vorschläge gemacht, die auch eine schrittweise Einführung eines solchen Eingruppierungstarifvertrags enthielten. Die TdL lehnte jedoch jede Diskussion dazu ab.

In keinem Fall – so der Verhandlungsführer der Länder, Möllring – werde man die Eingruppierung der Lehrkräfte, die nicht die Voraussetzung für eine Verbeamtung mitbringen (sog. Nichterfüller), verhandeln. Überraschend ist, dass alle Länder sich in dieser Frage vor den Karren der sächsischen Landesregierung spannen lassen. Nur in Sachsen gibt es fast ausschließlich “Nichterfüller”, weil es dort keine Regelungen für Beamte im Schuldienst gibt.

In den Sondierungen zur Entgeltordnung für Lehrkräfte hat die TdL sich von Frau Rudolph (sächsischen Finanzministerium) vertreten lassen. Die verkündet selbstsicher für die TdL: “Wir sind in einer absoluten Position der Stärke.”

Die Beschäftigten können dem nur mit einem Mittel entgegentreten: indem sie sich jetzt an den Streiks beteiligen.Die Verhandlungen sind von den Arbeitgebern nicht zufällig in den Zeitraum rund um Fasching und Frauentag gelegt worden. Sie hoffen darauf, dass für die Lehrkräfte pädagogische Fragen im Vordergrund stehen. Den Gefallen sollten wir ihnen nicht tun.

Deshalb: organisiert euch in der GEW und beteiligt euch an den Warnstreiks!

Frankfurt, 28.2.2011

Ilse Schaad
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Videos vom Verhandlungsgeschehen:

Abschlusspressestatement am 25.2.2011 in Potsdam:
http://www.youtube.com/watch?v=d9FKgQq5QVw

Videobericht beginnend mit einem Auszug aus dem Anfangsstatement über die Verhandlungen und Berichte in den Verhandlungskommissionen bis zum Schlussstatement:
http://www.youtube.com/watch?v=K-DZEQOXtAU

Auftaktpressestatements vom 24.2.2011 in Potsdam:
http://www.youtube.com/watch?v=M6klOl6lcgU

Geschrieben von: admin am 28.02.2011

Schwierige Verhandlungen

Die TdL (Tarifgemeinschaft der Länder) bricht die Tarifverhandlungen ab und auch Bund und VKA (Verband Kommunaler Arbeitgeber) verweigern sich: http://www.gew.de/Schwierige_Verhandlungsphase_mit_allen_oeffentlichen_Arbeitgebern.html

Geschrieben von: admin am 19.11.2010

TdL beendet Verhandlungen

Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++

TdL führt Verhandlungen zur Entgeltordnung nicht fort

Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaften GEW, ver.di und der dbb-tarifunion  mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zum Eingruppierungsrecht für den TV-L wurden am 15. November 2010 von der TdL komplett abgebrochen. Das betrifft auch die Verhandlungen über eine Entgeltordnung für Lehrkräfte.

Die Verhandlungsführung der TdL hat erklärt, dass sie die Verhandlungen nicht fortsetzt, wenn die Gewerkschaften an ihrer Forderung zu den Vergütungsgruppenzulagen festhalten.

Diese Entwicklung überraschte. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die TdL oder Teile der TdL den Schulterschluss mit der VKA und dem Bund suchen, da dort die Verhandlungen über eine Entgeltordnung zum TVöD aufgrund der arbeitgeberseitigen Blockade ebenfalls in einer Sackgasse stecken. Die TdL hat während der Verhandlungen den Gewerkschaften wiederholt vorgeworfen, die Verhandlungsgrundlagen zu verlassen.
Der Vorwurf betraf die Höhergruppierung und die Aufstiege aus den Entgeltgruppen 3 und 6.
Richtig ist dagegen, dass sich die TdL ihrerseits von Positionen losgesagt hat, die bereits als Lösungsmöglichkeiten im Gespräch waren. Sie wollte für diese Aufstiege die Entgeltgruppen 4 und 7, die ausschließlich für Arbeitermerkmale zur Verfügung stehen, auch für Angestelltenmerkmale nutzen.

Der nächste Verhandlungstermin am 29./30. November 2010 wurde von der TdL abgesagt. Die Absage gilt auch für die Sondierungen zur Lehrereingruppierung.

Berlin, 16. November 2010

Ilse Schaad,
Peter Jonas,
Oliver Brüchert,
Daniel Merbitz

Geschrieben von: admin am 16.11.2010

Angestellte Lehrkräfte

Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++

80.000 Unterschriften an Finanzminister Möllring übergeben

In vielen GEW-Landesverbänden sind in den letzten Monaten Unterschriften für eine bessere und gleiche Bezahlung angestellter Lehrkräfte gesammelt worden, teilweise gemeinsam mit dem VBE und anderen Lehrerverbänden aus der dbb Tarifunion. Mehrere GEW-Landesverbände haben ihre Unterschriften auch schon an ihre Landesregierungen übergeben. Heute fand in Hannover eine gemeinsame Übergabe an den Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) Hartmut Möllring (CDU) statt. Mit dabei waren neben dem GEW-Vorsitzenden Ulrich Thöne und der GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad zehn weitere GEW-Landesvorsitzende sowie eine kleine GEW-Delegation aus Niedersachsen und mehrere Vertreter der dbb-Tarifunion.

Die GEW forderte den TdL-Vorsitzenden auf, sich bei seinen Finanzministerkollegen für den schnellen Abschluss eines Tarifvertrages einzusetzen. „Die Bundesrepublik steuert auf einen massiven Lehrermangel zu. Gute Lehrkräfte wachsen nicht auf den Bäumen, wir müssen sie mit attraktiven Arbeitsbedingungen für den Beruf gewinnen. Dazu gehört nicht zuletzt ein angemessenes Einkommen“, sagte Ulrich Thöne während der Übergabe. „Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit: Angestellte Lehrkräfte z.B. in den Grundschulen sind es leid, nach dem Motto ‚kleine Kinder, kleines Gehalt – größere Kinder, größeres Gehalt’ schlechter bezahlt zu werden als andere Lehrkräfte“, unterstrich Thöne mit Blick auf den Equal Pay Day am Freitag „Deutschland hat in Europa die rote Laterne in der Frage der schlechteren Bezahlung von weiblichen Beschäftigten gegenüber ihren männlichen Kollegen.“ Thöne wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ca. 90 Prozent der Lehrkräfte an Grundschulen Frauen seien. Er mahnte Möllring: „Werben Sie bei Ihren TdL-Kollegen für ein klares Signal zur Einigung bei den zurzeit laufenden Verhandlungen über eine Entgeltordnung für Lehrkräfte“.

„Lehrerinnen und Lehrer dürfen gegenüber anderen Akademikern im öffentlichen Dienst der Länder nicht länger benachteiligt werden. Es ist vollkommen inakzeptabel, dass Lehrkräfte bis zu zwei Gehaltsstufen weniger verdienen als andere Beschäftigte mit wissenschaftlichem Hochschulabschluss. Es geht hier nicht um Peanuts, sondern um ca. 500 Euro im Monat“, sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad gegenüber Möllring. Sie verlangte von den Arbeitgebern, bei der nächsten Verhandlungsrunde endlich Farbe zu bekennen. „Die Gewerkschaften wollen eine tarifliche Lösung für alle 200.000 angestellten Lehrkräfte. Ausbildung und Tätigkeit müssen die entscheidenden Kriterien für die Eingruppierung sein.“ Zudem stehe auf der Tagesordnung, die Gehälter der Lehrkräfte in den östlichen Bundesländern an die in den westlichen anzugleichen. „Es ist viel Druck im Kessel, der Ärger bei den Lehrkräften ist groß: In nur vier Tagen hat der GEW-Landesverband Sachsen über 6.500 Unterschriften gesammelt“, betonte Schaad. Sie kündigte an, dass bei der nächsten Verhandlungsrunde deutliche Schritte der Arbeitgeber erkennbar sein müssten. Sonst würden die Gewerkschaften über öffentlichkeitswirksame Aktionen bis hin zu Streiks nachdenken.

26. März 2010
Ilse Schaad

Geschrieben von: admin am 26.03.2010