Nach der Tarifrunde ist vor der Tarifrunde

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Blick in die Zukunft: Nach der Tarifrunde ist vor der Tarifrunde

Nach dem positiven Votum der vom TV-L betroffenen GEW-Mitglieder kann die Tarifeinigung vom 10. März jetzt umgesetzt werden. Die Redaktionsverhandlungen zu den Entgelterhöhungen und sonstigen Vereinbarungen, die mit Wirkung zum 1. April 2011 in Kraft treten, sollen nun zügig abgeschlossen werden. Über die Ergebnisse, insbesondere bei der allgemeinen Entgeltordnung, werden wir berichten.

Damit ist die Tarif – und Besoldungsrunde aber noch nicht beendet. Die Gewerkschaften hatten die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten gefordert. Dies liegt nun aber in der Hand der einzelnen Bundesländer und ihrer Landesregierungen und Parlamente. Mehrere Bundesländer haben bereits angekündigt, den Abschluss nicht eins zu eins auf die Beamtinnen und Beamte übertragen zu wollen.

Am Freitag, den 8. April hat die Bremer Bürgerschaft auf Vorschlag des rot-grünen Senats den Beschluss gefasst, den höheren Besoldungsgruppen die Einmalzahlung vorzuenthalten und die Gehaltserhöhung erst später umzusetzen. Dadurch werden insbesondere Lehrerinnen und Lehrer benachteiligt. Vorausgegangen waren am 5. April Proteste von rd. 3.000 Beamtinnen und Beamten während der Arbeitszeit. Näheres unter http://www.gew.de/Presse_6.html sowie www.gew-bremen.de und – mit einem bemerkenswerten Statement der Finanzsenatorin – im Regionalfernsehen: http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=045996

Die GEW fordert gleichen Lohn für gleichwertige Tätigkeit. Mit einer Lehrkräfte-Entgeltordnung wollen wir die Benachteiligung von angestellten Lehrerinnen und Lehrern beenden. Aber wir wollen eine Angleichung nach oben. Daher ist es wichtig, nun gemeinsam und solidarisch für die volle Übertragung des  Gehaltsabschlusses auf die Beamtinnen und Beamten zu streiten. Von einer Absenkung der Beamtenbesoldung profitieren nur die Arbeitgeber, die dadurch Geld sparen.

In den nächsten Monaten wird die GEW eine intensive Diskussion über die weitere Strategie zur Durchsetzung einer tariflichen Lehrkräfte-Entgeltordnung führen. Im September findet eine tarifpolitische Konferenz statt, die diese Diskussion bündeln und eine entsprechende Beschlussfassung der Gremien vorbereiten soll.

“Bildung wird von Menschen gemacht” – mit diesem Motto hat die GEW im Rahmen der Tarifrunde für den Lehrerberuf geworben. Dieses Motto gilt für angestellte wie beamtete Lehrkräfte gleichermaßen. Gemeinsam kämpfen wir weiter für bessere Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung.  Zur Einstimmung ein weiteres Video mit Eindrücken aus der Kampagne:

http://www.youtube.com/watch?v=fCdK5Ijqhfw

Dort finden sich auch viele weitere GEW-Videos aus der Tarifrunde 2011.

Frankfurt, 11. April 2011

Ilse Schaad

GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 11.04.2011

TV-L: Mitgliederbefragung abgeschlossen

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Mitgliederbefragung zum Verhandlungsergebnis abgeschlossen
GEW-Mitglieder sehen Ergebnis kritisch, stimmen aber mit großer Mehrheit zu

82,9 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder der GEW, die sich an der Befragung beteiligt haben, votierten für die Annahme des Tarifergebnisses für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder. In allen GEW-Landesverbänden gab es hohe Zustimmungsquoten. Die Mitgliederbefragung wurde überwiegend in Form von Mitgliederversammlungen durchgeführt, in denen der Tarifabschluss erläutert und kritisch diskutiert wurde. Das Ergebnis der Befragung zeigt, dass die GEW-Mitglieder das Verhandlungsergebnis differenziert bewertet haben. Sie haben dem Tarifergebnis zugestimmt, ohne das Thema Entgeltordnung für Lehrkräfte aufzugeben. Im Gegenteil: Die Mitgliederdiskussionen haben gezeigt, dass es eine ‚Jetzt-erst-Recht-Stimmung’ gibt.

Seit dem 10. März wurde in der GEW eine intensive Mitgliederdiskussion geführt. Viele Mitglieder haben in Briefen, E-Mails, im GEW-Blog (http://gew.blogsport.de/) und in den Mitgliederversammlungen ihren Ärger über die fehlende Entgeltordnung für Lehrkräfte zum Ausdruck gebracht. Dem „Angebot“ zur einer Lehrkräfte-Entgeltordnung, dass die Arbeitgeber am letzten Verhandlungstag vorlegten, konnte die GEW nicht zustimmen. Es hätte unsere Unterschrift unter die fortgesetzte Arbeitgeberwillkür bedeutet. Die GEW wird weiter für eine tarifliche Entgeltordnung für Lehrkräfte kämpfen. Zum Verhandlungsergebnis gehörten aber auch der prozentuale Gehaltszuwachs und der Abschluss der allgemeinen Entgeltordnung, von der auch im Bildungsbereich Beschäftigte profitieren.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich allen Mitgliedern, die sich an den Warnstreikaktionen im Februar und März beteiligt haben. Videoclips der Aktionstage gibt es unter www.youtube.com/GEWHauptvorstand

Frankfurt, 31. März 2011
Ilse Schaad

Geschrieben von: admin am 2.04.2011

Übertragung der Tarifeinigung auf Beamte

der DGB Bayern fordert, dass das Ergebnis der Tarifeinigung TVL 2011 auf die bayerischen BeamtInnen übertragen wird: http://www.bayern.dgb.de/Aktuell/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single?pmid=506. Hier der offene Brief des DGB-Vorsitzenden Jena an MP SeehoferOffener Brief Jena an Seehofer_Übertragung Tarifergebnis auf Beamte

Geschrieben von: admin am 23.03.2011

Tarifeinigung Tarifrunde TV-L 2011

Hier die Tarifeinigung im Wortlaut: Tarifeinigung TdL 2011 und die Erläuterungen: Erläuterungen. Die Mitglieder stimmen jetzt über die Tarifeinigung ab. Erst bei einem positiven Votum wird die Tarifeinigung wirksam: http://www.gew.de/Page20082.html

Geschrieben von: admin am 16.03.2011

Tarifrunde 2011 ohne L-EGO beendet

Das ist das Ergebnis der Tarifeinigung mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) in der Tarifrunde 2011:http://www.gew-tarifrunde.de/Tarifrunde_ohne_L-ego_beendet.html. Nun stimmen die Mitglieder darüber ab. Die Gremien der GEW haben bereits zugestimmt.

Hier der GEW-Mitglieder-Blog zur Länder-Entgeltordnung (L-EGO): http://gew.blogsport.de/

Geschrieben von: admin am 14.03.2011

Eine Woche Warnstreiks

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Eine Woche Warnstreiks: Deutliches Signal der Landesbeschäftigten an die Arbeitgeber

Frankfurt, 4. März 2011 – Mit mehr als 22.000 Beteiligten an Warnstreiks und Aktionen erreichte die beeindruckende Streikwoche der Landesbeschäftigten am Donnerstag ihren Höhepunkt. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben damit ein sehr deutliches Signal an die Arbeitgeber gesendet. Sie lassen sich nicht länger vertrösten, sie wollen einen Abschluss, der ihnen spürbar mehr Geld in die Taschen bringt. Insgesamt beteiligten sich im Laufe der Woche mehr als 53.000 Beschäftigte an Warnstreiks, Kundgebungen und Demonstrationen.

Besonders groß war der Anteil der angestellten Lehrkräfte, der pädagogischen Fachkräfte an Schulen und der Hochschulbeschäftigten. Sie haben haben vielerorts den Aktionen ihren Stempel aufgedrückt und damit deutlich gemacht, dass sie bereit sind, für einen Eingruppierungstarifvertrag zu kämpfen: “Keine EGO ohne L-EGO!”

Im you.tube-Kanal des GEW-Hauptvorstands gibt es als weitere Impressionen der Streikwoche zwei neue Videos zu den Kundgebungen in Düsseldorf und Mainz:
http://www.youtube.com/GEWHauptvorstand#p/u/1/2uQV4LFalUQ
http://www.youtube.com/GEWHauptvorstand#p/u/0/XCKTSRZgMig

Mit einer zentralen Veranstaltung in Potsdam und Kundgebungen in Schwerin, Dresden und Erfurt am selben Tag wollen wir den Arbeitgebern am kommenden Dienstag, dem 8. März noch einmal zeigen, dass die Beschäftigten die Verhandlungen, die am 9. März in Potsdam fortgesetzt werden, sehr genau beobachten.

Ilse Schaad

GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 4.03.2011

GEW in Warnstreikaktionen stark vertreten

Druck auf Arbeitgeber: http://www.gew.de/GEW_Ueber_11.500_Beschaeftigte_machen_mit_Warnstreikaktionen_Druck_auf_Arbeitgeber.html

Dazu auch dieses

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Zehntausende Landesbeschäftigte diese Woche im Warnstreik – GEW stark vertreten

Frankfurt, 3. März 2011 – Nachdem die TdL in der zweiten Verhandlungsrunde am 24./25. Februar abermals ankündigte, in Sachen Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte nichts regeln zu wollen und kein Angebot für eine Gehaltssteigerung vorgelegt hat, hat die GEW diese Woche gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften im öffentlichen Dienst zu massiven Warnstreiks aufgerufen. An den Streiks, Aktionen und Kundgebungen beteiligten sich mehrere Zehntausend Landesbeschäftigte. Allein an der Demonstration in Düsseldorf am Dienstag, 1. März, nahmen mehr als 10.000 Menschen teil. Bereits am Montag waren in Hessen und im Saarland rund 6.000 Beschäftigte auf den Straßen. Am Mittwoch waren es etwa 11.500 Landesbeschäftigte in drei Bundesländern.

Heute, finden Warnstreiks und Kundgebungen in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Este Zahlen: Allein in Sachsen sind etwa 5.000 Lehrer im Warnstreik, in Rostock versammelten sich um 10 Uhr 2.000 Menschen zum “Küstenstreik”.

Im you.tube-Kanal des GEW-Hauptvorstands gibt es ein neues Video von der Kundgebung in Frankfurt am Montag:
http://www.youtube.com/GEWHauptvorstand#p/u/0/F6g_poPYT4o

Ilse Schaad

GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 3.03.2011

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