Archiv für die Kategorie 'TV-EGO'

Weiter TV-EGO

Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++

Am 27./28. Mai fand die sechste Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften über die Entgeltordnung für Lehrkräfte statt. Auch nach den Warnstreiks in der ersten Maiwoche waren die Arbeitgeber nicht bereit, den vier grundlegenden Forderungen der Gewerkschaften zuzustimmen. Die Grundpositionen betreffen den Geltungsbereich, die Eingruppierungskriterien, die Eckeingruppierung und die Ost-West-Angleichung.

Zu Beginn der Verhandlungen am 27. Mai 2010 erklärten die Arbeitgeber,
- dass die Streiks als unfreundlicher Akt empfunden worden seien und
- dass keine erfolgreichen Verhandlungen möglich seien, weil die GEW ja offenbar auf ihren Forderungen beharre.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) habe den Aufruf der Gewerkschaften zu Warnstreiks und Protestaktionen der Lehrkräfte mit „Unverständnis“ zur Kenntnis nehmen müssen. Die Gewerkschaften hätten dennoch an ihrer Maximalforderung festgehalten und diese in der heutigen Verhandlungsrunde aufrechterhalten. Die TdL könne deshalb derzeit keine Bereitschaft der Gewerkschaften erkennen, die Tarifverhandlungen für die Eingruppierung der Lehrkräfte auf eine realistische und verhandlungsfähige Basis zu stellen, so die Erklärung der TdL.

Deshalb drohten sie unverhohlen mit dem Abbruch der Verhandlungen.

Die GEW hat in den Verhandlungen erklärt, dass sie sehr wohl an Ergebnissen interessiert sei und dass Arbeitskampfmaßnahmen während laufender Verhandlungen nicht nur rechtlich zulässig, sondern auch legitim seien, um den gewerkschaftlichen Zielen Nachdruck zu verleihen.

Die Verhandlungskommission hat noch am Donnerstagabend in einer langen Sitzung die Position der Arbeitgeber bewertet. Sie ist zu dem Schluss gekommen, dass ein Tarifvertrag zur Eingruppierung der Lehrkräfte unbedingt spätestens im Rahmen der allgemeinen Entgeltverhandlungen 2011 erreicht werden soll. Sie hat den Arbeitgebern signalisiert, dass die GEW die in den Eckpunkten formulierten Ziele weiter verfolgt. Sie stellt aber fest, dass dieses Ziel nach dem bisherigen Verhandlungsverlauf offensichtlich in einem Schritt nicht erreichbar ist. In einem jetzt abzuschließenden Tarifvertrag strebt die GEW aber erste erkennbare Schritte in diese Richtung an.

Die GEW-Gremien werden ab Juni diese Strategie und die Verhandlungsinhalte beraten. Die Verhandlungen sollen im Oktober fortgesetzt werden. Bis dahin soll auf der Arbeitsebene über Struktur und Eingruppierungssystematik gesprochen werden. Die Verhandlungskommission geht davon aus, dass in diesen Verhandlungen Fortschritte erzielt werden können.

Ilse Schaad
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 7.06.2010

TV-EGO: Verhandlungen gehen weiter

Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++

L-EGO – Verhandlungen: Morgen geht’s weiter
6500 Kolleginnen und Kollegen haben sich an Warnstreiks und Protestaktionen beteiligt

Bisher sind die Verhandlungen über eine Entgeltordnung für Lehrkräfte im TV-L nicht sehr positiv verlaufen. Die Arbeitgeber verzögern und verschleppen. Ihr Motiv ist einfach: Sie wollen keinen Tarifvertrag!

Immer wieder haben sie betont, wie komfortabel ihre Lage doch ist. Alles alleine bestimmen zu können, sehen sie als äußerst erhaltenswert an. Das zeigt uns: egal wie gut unsere Argumente sind, diese werden keine Bewegung auf Arbeitgeberseite erzeugen.

In der letzten Verhandlungsrunde Ende April hatten die Arbeitgeber einige zentrale Anliegen der GEW deutlich zurückgewiesen. Die GEW hatte daraufhin Anfang Mai in einigen westlichen Bundesländern zu einem ersten begrenzten Warnstreik aufgerufen. In den östlichen Bundesländern, in denen noch Friedenspflicht herrscht, also nicht gestreikt werden kann, fanden Protestaktionen statt.

Insgesamt haben sich 6500 Kolleginnen und Kollegen an Streiks und Protestmaßnahmen beteiligt. Das war erfreulich. In einigen Landesverbänden haben die Kolleginnen und Kollegen Beachtliches auf die Beine gestellt und ein gutes Medienecho erfahren. Aber es reicht bei Weitem nicht aus – 6.500 sind trotz allem nur gut drei Prozent der fast 200.000 angestellten Lehrkräfte. Das war zu wenig, um die Arbeitgeberseite zu ernsthaften Verhandlungen über die inhaltlichen Forderungen der GEW zu bewegen.

Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir die Beteiligung und den Organisationsgrad massiv steigern.
Das geht jede/n einzelnen an.

An diesem Donnerstag und Freitag findet die nächste Verhandlungsrunde in Berlin statt. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, wie die Arbeitgeber auf die aus ihrer Sicht geringe Beteiligung reagieren werden. Wie immer werden wir zeitnah vom Verhandlungsgeschehen berichten.

Ilse Schaad
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 27.05.2010

“Nicht aussitzen”

war das Motto der bayerischen GEW im Rahmen der Aktions- und Streikwoche 3. bis 6. Mai 2010. Hier ein Rückblick auf die Aktion am 6. Mai vor dem Kultusministerium in München: http://www.gew-bayern.de/index.php?id=296&tx_ttnews[tt_news]=708&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=f4ecc817013f31413b18e62626743ccf

Geschrieben von: admin am 7.05.2010

Erfolgreich war die Warnstreik- und Aktionswoche vom 3. bis zum 6. Mai

TARIFTELEGRAMM LÄNDER +++++++++ TARIFTELEGRAMM LÄNDER ++++++++++ TARIFTELEGRAMM LÄNDER

7. Mai 2010

Erfolgreiche Streikwoche

In dieser Woche haben sich 6.500 GEW-Mitglieder in NRW, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Bayern und in Bremen an Warnstreiks und an Protestaktionen beteiligt. Das ist ein gutes Ergebnis!
Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich beteiligt haben.
Die Aktionen waren sehr vielfältig und witzig. Sie sind im Internet auf unseren Aktionsseiten dokumentiert:

http://www.gew.de/Aktionen_3.html

Auf youtube steht auch ein Videobeitrag über die Streikaktionen in Düsseldorf und Duisburg:

www.youtube.com/watch?v=SYC0TYXIYvI

Das Presseecho war überwältigend. Auch in den Kommentaren wurden die Forderungen der GEW als berechtigt bezeichnet.
Das zeigt, dass wir öffentlich auch nur dann Beachtung finden, wenn wir – wie andere Beschäftigte auch – unsere Interessen auch mit Streiks durchsetzen.

In der kommenden Verhandlungsrunde am 27. und am 28. Mai werden wir sehen, ob die Arbeitgeber das Signal verstanden haben. Wir werden wie immer direkt aus den Verhandlungen mit dem Tariftelegramm berichten.

Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass diese ersten Aktionen noch nicht ausgereicht haben und wir uns auf weitere Aktionen vorbereiten müssen.
Dafür kommt erst die Zeit nach der Sommerpause in Frage, weil schon im Juni in den ersten Ländern die Sommerferien beginnen, Abschlussprüfungen und Klassenreisen unsere Handlungsfähigkeit zusätzlich einschränken. Umso besser muss schon jetzt die Vorbereitung auf weitere Aktionen nach der Sommerpause laufen.

Dazu kann jede/jeder beitragen.
Alle, die sich in dieser Woche beteiligt haben, bringen zur nächsten Streikaktion eine Kollegin/einen Kollegen mit, die/der dann auch streikt!

Ilse Schaad
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
069-78973-0
tarifrunde@gew.de

Geschrieben von: admin am 7.05.2010

L-EGO-Verhandlungen: GEW ruft zu Warnstreiks und Aktionen auf

Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++Länder-Tariftelegramm+++

L-EGO-Verhandlungen: GEW ruft zu Warnstreiks und Aktionen auf

Am 28. April fand die fünfte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften über die Entgeltordnung für Lehrkräfte statt. Nachdem die Arbeitgeber nicht bereit waren, vier grundlegenden Forderungen der Gewerkschaften zuzustimmen, beschloss die Bundestarifkommission der GEW am Abend, die angestellten Lehrerinnen und Lehrer im Westen zu Warnstreiks und im Osten zu Protestaktionen aufzurufen.

Beim letzten Treffen im März hatte die GEW von den Arbeitgebern zum heutigen Verhandlungstermin klare Aussagen zu vier Grundpositionen der Bildungsgewerkschaft gefordert:

- Geltungsbereich: Es wird eine umfassende tarifliche Regelung für alle angestellten Lehrkräfte angestrebt.
- Eingruppierungskriterien: Die Kriterien für die Eingruppierung umfassen die auszuübende Tätigkeit und die für diese Tätigkeit erforderliche Ausbildung. Eine Differenzierung nach dem Alter der SchülerInnen gibt es nicht.
- Eckeingruppierung: Die Eckeingruppierung E 13 für Tätigkeiten, für die ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss gefordert ist, gilt auch für Lehrkräfte.
Ost-West-Differenzierung: Es gilt eine einheitliche Eingruppierung in Ost und West.

Die Arbeitgeber erklärten hierzu:
- Der „Gleichklang“ zwischen Angestellten und Beamten habe sich bewährt – das heißt im Klartext, für die Erfüller wollen sie ihr einseitiges Bestimmungsrecht nicht aufgeben!
- bereits jetzt erfolge die Eingruppierung nach Tätigkeit und Ausbildung – das heißt im Klartext, über die Frage, ob die Tätigkeiten in der Schule gleichwertig sind oder ob nach Alter und Bildungsgang der SchülerInnen unterschieden werden darf, wollen die Arbeitgeber nicht reden!
- Die EG 14 für alle Lehrkräfte koste eine Milliarde Euro – das heißt im Klartext, was allen anderen Akademikern schon seit Jahrzehnten bezahlt wird, sollen Lehrkräfte nicht bekommen! Allein die Einkommensverluste der seit 2006 neu Eingestellten dürften schon jetzt höher als eine Milliarde sein! Das Gehalt der Lehrkräfte ist – im Gegensatz zu vielen anderen Ausgaben – eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Bildung ist MehrWert!
- über die „nur noch punktuell bestehenden“ Abweichungen könne erst gesprochen werden, wenn wesentliche Ergebnisse der Eingruppierungsverhandlungen vorliegen – mit so einer Ausrede lassen sich die Kolleginnen und Kollegen im Osten nicht vertrösten!

Die Gewerkschaften erklärten daraufhin, dass sie dies als Ablehnung ihrer Forderungen ansähen. Gegenüber den Arbeitgebern und der Presse kündigte die GEW Warnstreiks und Aktionen an. Die Pressemeldung finden Sie unter http://www.gew.de/GEW_kuendigt_Warnstreiks_und_Aktionen_an.html

Ende März haben zehn der 16 GEW Landesvorsitzenden und Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands der GEW TdL-Chef Hartmut Möllring (CDU) 80.000 Unterschriften für das GEW-Forderungspaket übergeben. Das zeigte, dass das Thema für die GEW einen sehr hohen Stellenwert hat. Jetzt zeigen die Beschäftigten, dass sie hinter den Forderungen stehen.

Warnstreiks und Aktionen der Lehrkräfte sind in der Woche vom 3. bis 7. Mai geplant. Aktivitäten finden in fast allen Bundesländern statt. Die genaue Streikplanung liegt in den Händen der Landesverbände. Wir fordern alle angestellten Lehrerinnen und Lehrer auf, sich mit ihrer örtlichen GEW in Verbindung zu setzen. Auf den Internet-Seiten der GEW sind die Aufrufe, Orte und Uhrzeiten zu finden. Nur eine breite Beteiligung wird die Arbeitgeber zwingen, sich endlich zu bewegen.

Geschrieben von: admin am 29.04.2010

Länder-Entgeltordnung

Klare Aussagen fordert die GEW von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ein, damit sinnvoll verhandelt werden kann. Bleiben diese aus, wird die GEW zu Warnstreiks aufrufen.

Die Einzelheiten: http://www.gew.de/Laender-Entgeltordnung_GEW_fordert_endlich_Klarheit.html

Geschrieben von: admin am 24.03.2010