Archiv für die Kategorie 'TV-EGO'
TV-EGO: Verhandlungen gehen weiter
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L-EGO – Verhandlungen: Morgen geht’s weiter
6500 Kolleginnen und Kollegen haben sich an Warnstreiks und Protestaktionen beteiligt
Bisher sind die Verhandlungen über eine Entgeltordnung für Lehrkräfte im TV-L nicht sehr positiv verlaufen. Die Arbeitgeber verzögern und verschleppen. Ihr Motiv ist einfach: Sie wollen keinen Tarifvertrag!
Immer wieder haben sie betont, wie komfortabel ihre Lage doch ist. Alles alleine bestimmen zu können, sehen sie als äußerst erhaltenswert an. Das zeigt uns: egal wie gut unsere Argumente sind, diese werden keine Bewegung auf Arbeitgeberseite erzeugen.
In der letzten Verhandlungsrunde Ende April hatten die Arbeitgeber einige zentrale Anliegen der GEW deutlich zurückgewiesen. Die GEW hatte daraufhin Anfang Mai in einigen westlichen Bundesländern zu einem ersten begrenzten Warnstreik aufgerufen. In den östlichen Bundesländern, in denen noch Friedenspflicht herrscht, also nicht gestreikt werden kann, fanden Protestaktionen statt.
Insgesamt haben sich 6500 Kolleginnen und Kollegen an Streiks und Protestmaßnahmen beteiligt. Das war erfreulich. In einigen Landesverbänden haben die Kolleginnen und Kollegen Beachtliches auf die Beine gestellt und ein gutes Medienecho erfahren. Aber es reicht bei Weitem nicht aus – 6.500 sind trotz allem nur gut drei Prozent der fast 200.000 angestellten Lehrkräfte. Das war zu wenig, um die Arbeitgeberseite zu ernsthaften Verhandlungen über die inhaltlichen Forderungen der GEW zu bewegen.
Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir die Beteiligung und den Organisationsgrad massiv steigern.
Das geht jede/n einzelnen an.
An diesem Donnerstag und Freitag findet die nächste Verhandlungsrunde in Berlin statt. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, wie die Arbeitgeber auf die aus ihrer Sicht geringe Beteiligung reagieren werden. Wie immer werden wir zeitnah vom Verhandlungsgeschehen berichten.
Ilse Schaad
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
069-78973-0
tarifrunde@gew.de
Geschrieben von: admin am 27.05.2010
“Nicht aussitzen”
war das Motto der bayerischen GEW im Rahmen der Aktions- und Streikwoche 3. bis 6. Mai 2010. Hier ein Rückblick auf die Aktion am 6. Mai vor dem Kultusministerium in München: http://www.gew-bayern.de/index.php?id=296&tx_ttnews[tt_news]=708&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=f4ecc817013f31413b18e62626743ccf
Geschrieben von: admin am 7.05.2010
Erfolgreich war die Warnstreik- und Aktionswoche vom 3. bis zum 6. Mai
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7. Mai 2010
Erfolgreiche Streikwoche
In dieser Woche haben sich 6.500 GEW-Mitglieder in NRW, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Bayern und in Bremen an Warnstreiks und an Protestaktionen beteiligt. Das ist ein gutes Ergebnis!
Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich beteiligt haben.
Die Aktionen waren sehr vielfältig und witzig. Sie sind im Internet auf unseren Aktionsseiten dokumentiert:
http://www.gew.de/Aktionen_3.html
Auf youtube steht auch ein Videobeitrag über die Streikaktionen in Düsseldorf und Duisburg:
www.youtube.com/watch?v=SYC0TYXIYvI
Das Presseecho war überwältigend. Auch in den Kommentaren wurden die Forderungen der GEW als berechtigt bezeichnet.
Das zeigt, dass wir öffentlich auch nur dann Beachtung finden, wenn wir – wie andere Beschäftigte auch – unsere Interessen auch mit Streiks durchsetzen.
In der kommenden Verhandlungsrunde am 27. und am 28. Mai werden wir sehen, ob die Arbeitgeber das Signal verstanden haben. Wir werden wie immer direkt aus den Verhandlungen mit dem Tariftelegramm berichten.
Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass diese ersten Aktionen noch nicht ausgereicht haben und wir uns auf weitere Aktionen vorbereiten müssen.
Dafür kommt erst die Zeit nach der Sommerpause in Frage, weil schon im Juni in den ersten Ländern die Sommerferien beginnen, Abschlussprüfungen und Klassenreisen unsere Handlungsfähigkeit zusätzlich einschränken. Umso besser muss schon jetzt die Vorbereitung auf weitere Aktionen nach der Sommerpause laufen.
Dazu kann jede/jeder beitragen.
Alle, die sich in dieser Woche beteiligt haben, bringen zur nächsten Streikaktion eine Kollegin/einen Kollegen mit, die/der dann auch streikt!
Ilse Schaad
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
069-78973-0
tarifrunde@gew.de
Geschrieben von: admin am 7.05.2010
Warnstreiks und Aktivitäten vom 3. bis 6. Mai
Hier eine Übersicht der GEW-Aktivitäten: http://www.gew.de/GEW_Warnstreiks_und_Aktionen_vom_3._bis_6._Mai_in_fast_allen_Bundeslaendern.html
Geschrieben von: admin am 6.05.2010
L-EGO-Verhandlungen: GEW ruft zu Warnstreiks und Aktionen auf
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L-EGO-Verhandlungen: GEW ruft zu Warnstreiks und Aktionen auf
Am 28. April fand die fünfte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften über die Entgeltordnung für Lehrkräfte statt. Nachdem die Arbeitgeber nicht bereit waren, vier grundlegenden Forderungen der Gewerkschaften zuzustimmen, beschloss die Bundestarifkommission der GEW am Abend, die angestellten Lehrerinnen und Lehrer im Westen zu Warnstreiks und im Osten zu Protestaktionen aufzurufen.
Beim letzten Treffen im März hatte die GEW von den Arbeitgebern zum heutigen Verhandlungstermin klare Aussagen zu vier Grundpositionen der Bildungsgewerkschaft gefordert:
- Geltungsbereich: Es wird eine umfassende tarifliche Regelung für alle angestellten Lehrkräfte angestrebt.
- Eingruppierungskriterien: Die Kriterien für die Eingruppierung umfassen die auszuübende Tätigkeit und die für diese Tätigkeit erforderliche Ausbildung. Eine Differenzierung nach dem Alter der SchülerInnen gibt es nicht.
- Eckeingruppierung: Die Eckeingruppierung E 13 für Tätigkeiten, für die ein wissenschaftlicher Hochschulabschluss gefordert ist, gilt auch für Lehrkräfte.
Ost-West-Differenzierung: Es gilt eine einheitliche Eingruppierung in Ost und West.
Die Arbeitgeber erklärten hierzu:
- Der „Gleichklang“ zwischen Angestellten und Beamten habe sich bewährt – das heißt im Klartext, für die Erfüller wollen sie ihr einseitiges Bestimmungsrecht nicht aufgeben!
- bereits jetzt erfolge die Eingruppierung nach Tätigkeit und Ausbildung – das heißt im Klartext, über die Frage, ob die Tätigkeiten in der Schule gleichwertig sind oder ob nach Alter und Bildungsgang der SchülerInnen unterschieden werden darf, wollen die Arbeitgeber nicht reden!
- Die EG 14 für alle Lehrkräfte koste eine Milliarde Euro – das heißt im Klartext, was allen anderen Akademikern schon seit Jahrzehnten bezahlt wird, sollen Lehrkräfte nicht bekommen! Allein die Einkommensverluste der seit 2006 neu Eingestellten dürften schon jetzt höher als eine Milliarde sein! Das Gehalt der Lehrkräfte ist – im Gegensatz zu vielen anderen Ausgaben – eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Bildung ist MehrWert!
- über die „nur noch punktuell bestehenden“ Abweichungen könne erst gesprochen werden, wenn wesentliche Ergebnisse der Eingruppierungsverhandlungen vorliegen – mit so einer Ausrede lassen sich die Kolleginnen und Kollegen im Osten nicht vertrösten!
Die Gewerkschaften erklärten daraufhin, dass sie dies als Ablehnung ihrer Forderungen ansähen. Gegenüber den Arbeitgebern und der Presse kündigte die GEW Warnstreiks und Aktionen an. Die Pressemeldung finden Sie unter http://www.gew.de/GEW_kuendigt_Warnstreiks_und_Aktionen_an.html
Ende März haben zehn der 16 GEW Landesvorsitzenden und Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands der GEW TdL-Chef Hartmut Möllring (CDU) 80.000 Unterschriften für das GEW-Forderungspaket übergeben. Das zeigte, dass das Thema für die GEW einen sehr hohen Stellenwert hat. Jetzt zeigen die Beschäftigten, dass sie hinter den Forderungen stehen.
Warnstreiks und Aktionen der Lehrkräfte sind in der Woche vom 3. bis 7. Mai geplant. Aktivitäten finden in fast allen Bundesländern statt. Die genaue Streikplanung liegt in den Händen der Landesverbände. Wir fordern alle angestellten Lehrerinnen und Lehrer auf, sich mit ihrer örtlichen GEW in Verbindung zu setzen. Auf den Internet-Seiten der GEW sind die Aufrufe, Orte und Uhrzeiten zu finden. Nur eine breite Beteiligung wird die Arbeitgeber zwingen, sich endlich zu bewegen.
Geschrieben von: admin am 29.04.2010
Länder-Entgeltordnung
Klare Aussagen fordert die GEW von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ein, damit sinnvoll verhandelt werden kann. Bleiben diese aus, wird die GEW zu Warnstreiks aufrufen.
Die Einzelheiten: http://www.gew.de/Laender-Entgeltordnung_GEW_fordert_endlich_Klarheit.html
Geschrieben von: admin am 24.03.2010
Länder-Tariftelegramm 18. Februar 2010
Zähe Verhandlungen am 17./18. Februar:
Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) spielt auf Zeit und mauert in entscheidenden Punkten
Am 17./18. Februar 2010 wurde in Berlin die dritte Verhandlungsrunde zur Tarifierung der Eingruppierung von Lehrkräften fortgesetzt. Schwerpunkt waren die möglichen Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf das zu verhandelnde tarifliche Eingruppierungsrecht für Lehrkräfte der Länder. An der Verhandlung nahmen die GEW und die dbb tarifunion auf Gewerkschaftsseite und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf Arbeitgeberseite teil.
Die GEW geht davon aus, eine Entgeltordnung für Lehrkräfte zu schaffen, die europarechts- und bolognakonform sowie diskriminierungsfrei ist. Mit den Abschlüssen der Bachelor-, Master- und Doktoratsebene werden Kompetenzen und Fertigkeiten der jeweiligen Ebene bescheinigt. Deshalb lassen sich bei den konsekutiven Masterabschlüssen auch keine unterschiedlichen Eingruppierungen mehr rechtfertigen.
Die Arbeitgeber hingegen betonten, dass es für sie keine zwingenden Vorgaben aus dem Bolognaprozess gebe, die die Tarifvertragsparteien binden.
Die TdL hat in den Verhandlungen mehrfach hervorgehoben, dass die Tarifeinigung vom 1. März 2009 zwar zu Verhandlungen über eine Entgeltordnung verpflichte, nicht jedoch zu einem Abschluss. Sie könnten daher die Verhandlungen auch abbrechen, wenn die Gewerkschaften Druck ausüben und darauf bestehen würden, dass die TdL sich zu den aus Sicht der Gewerkschaften zentralen Punkten erklärt.
Zentrale Punkte der GEW
Die GEW fordert für Lehrkräfte mit Referendariat die Entgeltgruppe (EG) 14. Ausgangspunkt ist dabei die Eckeingruppierung EG 13 für konsekutive Masterabschlüsse. Dazu sind die Arbeitgeber bisher nicht bereit. Weitere zentrale Punkte der GEW sind die schulformunabhängige Eingruppierung aller Lehrerinnen und Lehrer und eine tarifliche Vollregelung, die nicht mehr – wie jetzt – auf die entsprechende Eingruppierung der Beamtinnen und Beamten verweist.
Die GEW ist enttäuscht, dass die TdL zu diesen wichtigen Fragen noch immer nicht sprechfähig ist. Statt diesen Prozess tarifautonom zu gestalten, will sie auf die Umsetzung des Bolognaprozesses in den Ländern warten, wozu aus ihrer Sicht auch die entsprechenden Auswirkungen im Beamtenbereich gehören.
Die Verhandlungen werden am 15./16. März fortgesetzt. Weitere Termine sind für den 28. April sowie den 27. und 28. Mai vereinbart.
Nach nunmehr drei Verhandlungsrunden wird immer deutlicher, dass die Verhandlungen in einer Endlosschleife zu versacken drohen. Deshalb bleibt die GEW dabei, sowohl verhandlungs- als auch aktionsbereit zu sein.
Berlin, den 18. Februar 2010
Ilse Schaad / Sabine Gerold / Andreas Meyer-Lauber / Peter Jonas
Geschrieben von: admin am 23.02.2010