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PM GEW-Bayern: Das Orakel von Bayern … Das ÜBERTRITTSZEUGNIS

Von: Wolfram Witte

Vom: 29. April 2015

Pressemitteilung Nr. 7/2015 vom 29. April 2015: GEW Bayern fordert die Abschaffung der Übertrittszeugnisse und die Freigabe des Elternwillens beim Übertritt!

 

Das Orakel von Bayern… DAS ÜBERTRITTSZEUGNIS

Dieser Voraussage müssen sich jedes Jahr wieder alle bayerischen Viertklässler*innen und ihre Eltern stellen, – und dies geschieht so gar nicht freiwillig. Im alten Griechenland versuchten Ratsuchende mit Hilfe des Orakels zu einer Entscheidung in schwierigen Angelegenheiten zu kommen. Im modernen Bayern wird durch das Übertrittszeugnis in der 4. Jahrgangsstufe und einen darin festgehaltenen Notendurchschnitt eine Aussage über das „Geeignet-sein für eine bestimmte Schulart im nächsten Schuljahr“ getroffen. Diese Aussage stellt die Weichen für den Übertritt auf die Realschule oder das Gymnasium oder die Mittelschule.

Im bayerischen Übertrittszeugnis, das jeweils Anfang Mai verteilt wird, werden drei Schubladen aufgemacht und anhand von Notendurchschnitten in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachkunde die folgenden Aussagen formuliert:

- 2,33 oder besser:   geeignet für das Gymnasium, Realschule und Mittelschule

- 2,66                      geeignet für die Realschule und Mittelschule

- 3 oder schlechter:   geeignet für die Mittelschule

Damit wird nicht nur eine Aussage über die Zukunft des weiteren schulischen Weges getroffen: Oft werden so schon die Weichen für berufsbiografische Laufbahnen gestellt, denn die Nennung eines Notendurchschnittes mit einer Zahl und 2 Kommastellen ist nur die Spitze eines Eisberges, der von allen Beteiligten in der 4. Jahrgangsstufe durchlitten wird: Stress, Belastungen, Prüfungssituationen, Auseinandersetzungen, Konflikte und Vergleiche von Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern. Dies müsste nicht sein! Diese Schubladen haben keinerlei pädagogische oder wissenschaftliche Fundierung: Sie dienen allein der Selektion von 10-jährigen Kindern und der Zuordnung zu einem 3-gliedrigen Schulsystem. Soviel zum schulischen Alltag.

Das Kultusministerium, eine vom schulischen Alltag sehr weit entfernte Behörde mit Mitarbeiter*innen, die, wenn überhaupt, dann nur wenige Jahre in der Institution Schule verbrachten, stellt die Dinge völlig anders dar. In einer Pressemitteilung des KM vom 17. April 2015 wird schon in der Überschrift beschönigt: „Übertrittsempfehlung dient Eltern als wichtige Hilfe für die Schulwahl ihrer Kinder – Elternwille spielt zentrale Rolle bei Schulartwahl“.

Wer Grundschullehrer/innen, Eltern und Schüler/innen über ihre Erfahrungen in der 4. Jahrgangsstufe und speziell zum Übertrittsverfahren befragt, kommt zu völlig anderen Aussagen. „Ein derartig festgelegtes, reglementiertes und bürokratisiertes Verfahren, welches vorrangig nach dem Grundsatz der Justiziabilität ausgerichtet ist, kann niemals eine Hilfe für die Betroffenen sein“, so Wolfram Witte, stellvertretender Vorsitzender der GEW-Bayern. Standardisierte und manchmal in Parallelklassen gleichzeitig terminierte Proben, Vorbereitungsgehefte und Kurse im Internet, auf die Problematik zugeschnittene Nachhilfeangebote sind nur einzelne Beispiele von völlig unpädagogischen Auswüchsen der Übertrittsproblematik. Wolfram Witte kommentiert: „Dies alles geht zu Lasten der Kinder und ihrer Lernfreude, zu Lasten der Eltern, die wiederum mit ihren Kindern unter der Gesamtsituation leiden und natürlich zu Lasten der Kolleg*innen, die an den Grundschulen engagiert arbeiten. Das muss nicht sein!“

Die GEW Bayern fordert als erste Schritte die Abschaffung der Übertrittszeugnisse und die Freigabe des Elternwillens beim Übertritt!

Die GEW fordert seit langem die Überwindung des zergliederten Schulsystems vergangener Jahrhunderte zugunsten einer Schule für alle Kinder bis zum Ende der Pflichtschulzeit. Erneut weist die GEW darauf hin, dass eine große Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen den Auslesezwang ablehnt und Kinder gern in Bezug auf ihren persönlichen Fortschritt beurteilen würde. Als Zwischenschritt fordert die GEW die sofortige Abschaffung der Übertrittszeugnisse an Grundschulen mit den genannten Notenkriterien. Die Entscheidung, welche Schulart ein Kind besuchen soll, ist aus unserer Sicht den Kindern zusammen mit ihren Eltern zu überlassen, die Schule hat dabei eine beratende Funktion.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Wolfram Witte, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW – Bayern;   089 – 544081-0

V.i.S.d.P.: Elke Hahn, GEW Bayern, Schwanthalerstraße 64, 80336 München, Tel.: 0171 676 0000

Quelle: http://www.gew-bayern.de/index.php?id=558&tx_ttnews[backPid]=340&tx_ttnews[tt_news]=1539&cHash=8d83034c502ae92aa1b265e0018acc74

Geschrieben von: df am 19.05.2015

GEW: „Schluss mit der Hire-and-Fire-Politik in der Wissenschaft!“

Bildungsgewerkschaft verlangt Konsequenzen aus dem „Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs“ – Anhörung im Bundestag

 

Frankfurt a.M./Berlin – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bundestag und Bundesregierung aufgefordert, Konsequenzen aus dem „Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2013“ zu ziehen. „Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten, unsichere Berufsperspektiven und fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf – so kann es nicht weitergehen. Der Bund muss die Hochschulen und Forschungseinrichtungen jetzt zu einer verantwortungsbewussten Personalpolitik verpflichten“, erklärte das für Hochschule und Forschung verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller in der Sachverständigen-Anhörung des Deutschen Bundestages am Mittwoch in Berlin.

Auch im Bildungsföderalismus habe der Bund genug Gestaltungsmöglichkeiten, um die Karrierewege in der Wissenschaft berechenbarer, die Beschäftigungsbedingungen stabiler zu machen, betonte der GEW-Hochschulexperte. „Wenn eine Doktorarbeit fünf Jahre dauert, sollten Doktorandinnen und Doktoranden Fünf-Jahres-Verträge bekommen. Wenn ein Drittmittelprojekt drei Jahre läuft, sollten auch die Forscherinnen und Forscher für mindestens drei Jahre beschäftigt werden. Wer Kinder betreut, in Elternzeit geht oder dem Mutterschutz unterliegt, sollte einen Rechtsanspruch auf Vertragsverlängerung bekommen. Diese einfachen Grundsätze müssen endlich im Wissenschaftszeitvertragsgesetz verankert werden“, unterstrich Keller.

Darüber hinaus solle der Bund gemeinsam mit den Ländern seinen Einfluss als Geldgeber geltend machen. „Exzellenzinitiative, Pakt für Forschung und Innovation, Qualitätspakt Lehre: Bund und Länder geben Milliarden für die Förderung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus. Die Politik darf nicht länger dulden, dass öffentliche Arbeitgeber systematisch Beschäftigung deregulieren, Arbeit prekarisieren und Tarifflucht betreiben. Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die mit Bund-Länder-Programmen gefördert werden, sollten künftig nachweisen müssen, dass sie sich zu Mindeststandards guter Arbeit bekennen: Tariftreue, Mindestlöhne, Dauerstellen für Daueraufgaben. Wer nicht hören will, muss fühlen!“ sagte das GEW-Vorstandsmitglied.

Keller zeigte sich erfreut, dass alle fünf Bundestagsfraktionen die Probleme nicht mehr leugneten, sondern parlamentarische Initiativen für berechenbare Karrierewege und stabile Beschäftigungsbedingungen gestartet hätten. Er appellierte an das Parlament, noch vor der Bundestagswahl konkrete Maßnahmen zu beschließen. „Die Hire-and-Fire-Politik in der Wissenschaft untergräbt nicht nur Kontinuität von Forschung und Lehre, sie gefährdet auch die Attraktivität des Arbeitsplatzes Hochschule und Forschung im Wettbewerb mit der Wirtschaft und dem Ausland. Der Bund muss endlich eingreifen – nicht nur im Interesse der betroffenen Kolleginnen und Kollegen, sondern des Wissenschaftsstandorts Deutschland“, sagte Keller.

 

 

Geschrieben von: df am 13.06.2013

Positionen der GEW-Bayern zu den Landtagswahlen

Bildung:           Von sozialer Auslese zu gleichen Chancen!

Erklärung der GEW-BAyern zu den Landtagswahlen 2013

 

Zustandsbeschreibung und Forderungen zu Schule, berufliche Biludung, Hochschule und Sozialarbeit

Forderungen GEW-Bayern Landtagswahlen 2013

Geschrieben von: df am 2.05.2013

Volksbegehren gegen Studiengebühren unterstützen!

Mitteilung: GEW Bayern

Studiengebühren sind unsozial und erschweren vielen jungen Menschen den Zugang zum Studium. Viele werden sogar ganz von einem Studium abgehalten. Deshalb ruft die GEW Bayern alle Wahlberechtigten auf, sich in der Zeit vom 17. – 30. Januar 2013 in die ausliegenden Listen einzutragen und damit für die Abschaffung von Studiengebühren aktiv zu werden!

Dazu Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern:

…weiter

Geschrieben von: admin am 15.01.2013

GEW Bayern zur Initiative für einen Bildungsstaatsvertrag: Kooperation von Bund und Ländern statt Staatsvertrag der Länder!

Mitteilung: GEW Bayern

"Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern sieht in der von Bayern, Niedersachsen und Sachsen ausgehenden Initiative für einen „Bildungsstaatsvertrag“ den Versuch, den Bund auch weiterhin aus den relevanten Bildungsthemen herauszuhalten. Der aktuelle Vorstoß ist ein Gegenkonzept zur Forderung, dem Bund die durch die sog. Föderalismusreform entzogenen Zuständigkeiten durch eine Grundgesetzänderung zurückzugeben. …"

► Pressemitteilung Nr. 1 / 2013 der Bayern-GEW zum Download
 

Geschrieben von: admin am 12.01.2013

Die kalten Krieger des Staatsschutzes

Die Kalten Krieger des Staatsschutzes

 

Ein Gespenst geht um in Deutschland:

Linksradikale wollen die Republik umstürzen nach Moskauer Vorbild!

Welch eine Bedrohung! Da müssen der Verfassungsschutz, der Staatsschutz, die Geheimdienste der BRD aber auf der Hut sein, wie die Loge P2 der Siebziger in Italien oder Gladio in der NATO.

Soviel Unfähigkeit bei der Verfolgung der Nazimörder aus Thüringen ist nicht glaubhaft!

Es war eben doch nicht nur klandestine Zusammenarbeit, sondern traditionelle politische Weltschau der BRD-Staatsschützer:

„Die Bedrohung des Staates kommt von Links!“

Alte Nazis waren/sind schon immer staatstragend in der neuen Bundesrepublik:

in der Justiz, in Wirtschaftsunternehmen, in Ministerien, beim Militär, in den Geheimdiensten, in den Parteien.

Man kann sie auch nicht loswerden: In vielen Bereichen der Exekutive scheint eine faschistische Gesinnung Voraussetzung für eine effektive Karriere.

So spiegeln sie nicht nur die gängige Meinung an den meisten Stammtischen wider – sie sind traditioneller, zum Teil heimlicher Bestandteil des öffentlichen Lebens.

Um nicht enttarnt zu werden, setzt die Staatsgewalt „Linksradikalismus“ und „Rechtsradikalismus“ gleich.

Legitimation holt man sich durch die akribische Verfolgung von Menschen, die sich gegen die faschistischen Umtriebe in der Republik wenden,

um sie gleichzeitig als internationales Aushängeschild zu missbrauchen.

Leider gibt es kaum Ermittlungserfolge bei  Neonazistraftaten… !?

Wir müssen dafür sorgen, dass Sympathien bei Staatsschützern für die Faschisten

aufgedeckt und an den Pranger gestellt werden!

H. Ströhlein

Geschrieben von: admin am 4.12.2012

Der Beamtenbund zum Beamtenstreik

Hier die Position des Deutschen Beamtenbundes zum Streikrecht von Beamt_innen: PD_75_31_10_2012_beamte_und_streik.pdf

Geschrieben von: admin am 15.11.2012

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