2.12.2010

Der Wissenschafts-Nachwuchs

ist das Thema einer Aktuellen Stunde im Bundestag am 02.12.2010:

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GEW-Newsletter Hochschule und Forschung
02.12.2010 – Aktuelle Stunde des Bundestages zum Wissenschafts-Nachwuchs
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die vom Templiner Manifest angestoßene Debatte über die Notwendigkeit einer Reform von Personalstruktur und Berufswegen in Hochschule und Forschung nimmt Fahrt auf. Heute diskutiert der Deutsche Bundestag in einer Aktuellen Stunde über “fehlende Aktivitäten der Bundesregierung hinsichtlich der Zukunftsängste des wissenschaftlichen Nachwuchses”. Wir freuen uns uns über die Aufmerksamkeit, die das Thema im Bundestag bekommt, erwarten aber von den Abgeordneten auch, dass sie konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen und Berufsperspektiven von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ergreifen. Lesen Sie dazu weiter unten die aktuelle Pressemitteilung der GEW.

Zusätzlichen Schwung in die Debatte bringt die in dieser Woche vorgelegte Studie der HIS GmbH zum Thema “Wissenschaftliche Karrieren – Beschäftigungsbedingungen, berufliche Orientierungen und Kompetenzen des wissenschaftlichen Nachwuchses” (siehe http://www.winbus.eu/results.php). Steffen Jasztat, Nora Schindler und Kolja Briedis kommen zum Ergebnis, dass das Berufsziel Wissenschaft nach wie vor eine hohe Anziehungskraft ausübt, “wenn es um die inhaltlichen Mögllichkeiten der Tätigkeit als Forscher(in) geht”. Auf der andere Seite gäbe es strukturelle Probleme, “die insbesondere die Karriereplanbarkeit, die berufliche Sicherheit, die Gerechtigkeit von Personalentscheidungen sowie die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf betreffen.” Wasser auf die Mühlen der vom Templiner Manifest angestoßenen Bewegung für eine Reform von Karrierwegen in der Wissenschaft!

Mit der Vorbereitung des Follow-Up-Kongress zum Templiner Manifest am 21. Januar 2011 liegen wir in den letzten Zügen. In Kürze werden wir über diesen Newsletter die Einladung zum Kongress verteilen, die unter dem Motto steht: “Gute Forschung und Lehre – gute Arbeit: Zwei Seiten eine Medaille”. Dort werden wir u.a. eine Studie zum Personalbedarf an deutschen Hochschulen bis 2020 vorstellen und u.a. mit dem Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz, Dr. Thomas Kathöfer, diskutieren (angefragt). Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.templiner-manifest.de.

Das Templiner Manifest wird inzwischen von über 4.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unterstützt. Wir sammeln weiter Unterschriften und stellen die zehn Eckpunkte für eine Reform von Personalstruktur und Berufwegen in der Wissenschaft vor Ort zur Diskussion. Alle Termine und online unterzeichnen im Internet unter www.templiner-manifest.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Andreas Keller

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